Wasser

Samstag, 28. November 2020, 19:30 Uhr

Yuki Kasai
Violine

David Pia
Violoncello

Paola De Piante Vicin
Klavier

Christian Sinding (1856 – 1941)
Klaviertrio in C-Dur op. 87

Jean Sibelius (1865 – 1957)
Fünf Stücke für Violine und Klavier op. 81 

Antonín Dvořák (1841 – 1904)
Klaviertrio Nr. 3 in f-Moll op. 65

Nordische Stimmungsbilder

Im letzten Konzert der Klanglichter 2020 entführt die Pianistin Paola De Piante Vicin ihr Publikum in den hohen Norden: zusammen mit Yuki Kasai (Violine) und David Pia (Cello) spielt sie im ersten Teil des Konzerts Musik von Sinding und Sibelius. Der Norweger Christian Sinding verbrachte den grössten Teil seines Lebens in Deutschland, blieb aber stets in engem Kontakt mit seiner Heimat und wurde in Norwegen hoch geschätzt. Der deutsche Einfluss blieb jedoch nicht unbemerkt, so schrieb ein zeitgenössischer Kritiker sehr treffend über ihn: „Die Musik Wagners hat ihm den Kopf warm gemacht, und mit der dadurch erhitzten Fantasie ist er an die Komposition seines Werkes gegangen.“ Mehr noch als Sinding beschäftigte sich Jean Sibelius bewusst mit dem „nordischen Idiom“, damit bewahrte er sich an der Grenze zwischen Spätromantik und Moderne eine einsame und exklusive Position, die ihm schon zu Lebzeiten grossen Respekt einbrachte. Ein Treffen mit Antonin Dvorak im Jahr 1901 beeindruckte Sibelius sehr und beeinflusste seinen Umgang mit musikalischem Nationalismus nachhaltig: „In Prag war ich bei Dvorak, der durch seine rücksichtslose Ehrlichkeit (nicht zuletzt gegen sich selbst) imponiert.“

Dvorak selbst war ein Meister der Verschmelzung nationaler Idiome mit klassischen Formen. Auch im 2. Satz des Klaviertrios f-Moll gibt es deutliche Anklänge an slawische Folklore, wie bei Sinding und Sibelius ist sie aber nicht bestimmend für den musikalischen Inhalt des Trios. Vielmehr orientierte sich Dvorak an Johannes Brahms: Struktur, Spannungsaufbau und nicht zuletzt der düstere Ton erinnern sehr deutlich an das grosse Vorbild, besonders in den symphonischen Ausmassen des Kopfsatzes und im aufgewühlten Finale. Nur im 3. Satz kommt das Trio zur Ruhe, hier lösen sich Schwermut und Melancholie in tiefster Empfindung auf.

Samstag, 28. November 2020, 19:30 Uhr
Türöffnung 18:30 h

Saal Etage – Obere Fabrik
Gerbegässlein 1 – 4450 Sissach

Preis CHF 35.–
freie Platzwahl

Wasser

28.11.2020
19:30
CHF35.00
Wasser
28.11.2020
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Totalkosten
CHF35.00
CHF35.00
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