Wasser

Samstag, 28. November 2020, 19:30 Uhr

Yuki Kasai
Violine

David Pia
Violoncello

Paola De Piante Vicin
Klavier

Sergei Vasilyevich Rachmaninoff (1873 – 1943):
Trio Élègiaque Nr. 1 g-Moll
Lento lugubre – più vivo

Jean Sibelius (1865 – 1957)
Fünf Stücke für Violine und Klavier op. 81 

Antonín Dvořák (1841 – 1904)
Dumky-Trio in e-Moll op. 90

Nordische Stimmungsbilder

Mitten im russischen Winter war es, als das Trio élégiaque des 18jährigen Rachmaninov uraufgeführt wurde: der Ende Januar besonders erdrückende Schnee ist eine unabdingbare Voraussetzung zum Verständnis dieser glühenden Musik. Rachmaninov folgte darin der russischen Tradition, die Form des Klaviertrios mit elegischem Inhalt zu füllen, es ist eine tiefe Klage, ein Selbstbekenntnis des Komponisten, der berühmt-berüchtigt dafür war, nie zu lächeln, geschweige denn zu lachen. Im Gegensatz zu Rachmaninov war Sibelius nicht in der Lage, auf eine gewachsene nationale Musiktradition zurückzugreifen. Er war aber so fasziniert davon, dass er sich Zeit seines Lebens sehr stark mit dem „nordischen Idiom“ beschäftigte und es dadurch schaffte, seiner Musik an der Grenze zwischen Spätromantik und Moderne eine einsame und exklusive Position zu sichern, die ihm schon zu Lebzeiten grossen Respekt einbrachte. Ein Treffen mit Antonín Dvořák im Jahr 1901 beeindruckte Sibelius sehr und beeinflusste seinen Umgang mit musikalischem Nationalismus nachhaltig: „In Prag war ich bei Dvořák, der durch seine rücksichtslose Ehrlichkeit (nicht zuletzt gegen sich selbst) imponiert.“
Dvořák selbst war ein Meister der Verschmelzung nationaler Idiome mit klassischen Formen. Das zeigt sich ganz besonders im berühmten Dumky-Trio: die Dumka ist ein Element der slawischen Volksmusik, in ihr wechseln sich traurige Balladen mit heiteren Tänzen, und so überbieten sich in dieser Sammlung Dvořáks die insgesamt sechs Dumky gegenseitig mit Melodienseligkeit und mitreissenden Rhythmen. Aber wie immer orientierte sich Dvořák auch hier an seinem grossen Vorbild Johannes Brahms, und er schaffte es, auch in dieser lockeren Form einen „ernsten“ formalen Zusammenhang zu erreichen.

In Kooperation mit:

Samstag, 28. November 2020, 19:30 Uhr
Türöffnung 18:30 h

Saal Etage – Obere Fabrik
Gerbegässlein 1 – 4450 Sissach

Preis CHF 35.–
freie Platzwahl

Wasser

28.11.2020
19:30
CHF35.00
Wasser
28.11.2020
Regular (CHF35.00)
Menge
Einzelpreis
Totalkosten
CHF35.00
CHF35.00
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