
Wen-Sinn Yang
Violoncello
Die Lust am Unbekannten und sein unaufhörliches Forschen zeichnen Wen-Sinn Yang als einen der vielseitigsten Cellisten der Gegenwart aus. In originell moderierten Konzerten bringt er nicht nur die Musik der Cellovirtuosen des 19. Jahrhunderts, etwa Adrien François Servais oder Carl Juljewitsch Dawidow, zurück auf die Bühne, sondern eröffnet seinem Publikum auch einen Zugang zu modernen Komponisten wie Aribert Reimann und Isang Yun.
Neben seinem Wirken als international geschätzter Solist unter Dirigenten wie Sir Colin Davis, Lorin Maazel, Mariss Jansons, Shiao-Chia Lü, Grzegorz Nowak, Daniel Klajner, Yutaka Sado oder Michael Hofstetter sowie mit Orchestern wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Shanghai Symphony Orchestra, dem NHK Symphony Orchestra Tokyo, dem Royal Philharmonic Orchestra und dem Russischen Staatsorchester Moskau ist Wen-Sinn Yang auch ein begehrter Kammermusikpartner. Sein besonders einfühlsames, hochvirtuoses und ausdrucksstarkes Spiel auf technisch höchstem Niveau eröffnet immer wieder neue Hörperspektiven.
Wen-Sinn Yangs breit gefächertes Repertoire ist auf über 30 CDs dokumentiert. Darunter befinden sich sowohl die Hauptwerke für Violoncello von Boccherini, Haydn, Beethoven, Schubert, Saint-Saëns, Lalo, Tschaikowsky und Dvořák als auch Kompositionen von Henri Vieuxtemps, Frank Martin, Leonid Sabanejew und Sofia Gubaidulina. Viele dieser Aufnahmen sind Ersteinspielungen.
In Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Fernsehen nahm Yang 2005 die sechs Solosuiten von J. S. Bach für Violoncello solo auf. Die bei Arthaus veröffentlichte DVD wurde von der Kritik als eine massgebliche Interpretation gefeiert, die zeigt, wie diese Werke auf modernen Instrumenten und zugleich historisch informiert neu zum Klingen gebracht werden können.
Seit 2004 lehrt Yang als Professor für Violoncello an der Hochschule für Musik und Theater München und gibt darüber hinaus regelmässig internationale Meisterkurse.


