Domenic Janett

Klarinette

Der Klarinettist Domenic Janett stammt aus Tschlin im Unterengadin und ist seit seiner Kindheit tief in der Volksmusiktradition seiner Heimat verwurzelt. Erste musikalische Impulse erhielt er im familiären Umfeld, insbesondere durch seinen Vater, der verschiedene Blasinstrumente spielte, sowie durch seine drei Brüder, mit denen er bereits früh in einer improvisierten Hausmusik musizierte.

Ursprünglich als Schreiner tätig, begann er im Alter von etwa zwanzig Jahren ein Klarinettenstudium am Konservatorium Zürich bei Hansjürg Leuthold, das er mit dem Lehrdiplom abschloss. Anschliessend vertiefte er seine Ausbildung in verschiedenen Fächern am selben Institut und fand damit schrittweise seinen vollständigen Weg in die Musik. Seither bewegt er sich zwischen dem Engadin und Zürich und ist sowohl in der Volksmusik sowohl in der Volksmusik als auch im Konzertbereich tätig.

1974 wurde er als zweiter Klarinettist in die «Engadiner Ländlerfründa» aufgenommen, der er bis heute angehört. Mit der Formation erlangte er durch zahlreiche Tonaufnahmen, Radio- und Fernsehsendungen sowie Konzertreisen nach Übersee breite Aufmerksamkeit.

1982 gründete Domenic Janett das Sextett «Ils Fränzlis da Tschlin», dem neben ihm Men Steiner (Violine/Gitarre), Flurin Caviezel (Viola/Akkordeon), Curdin Janett (Kontrabass), Duri Janett (Kornett) und Aita Biert (Gesang) angehören. Die Formation besteht überwiegend aus klassisch ausgebildeten Musikern mit vielseitiger stilistischer Erfahrung in Jazz und Blasmusik. Mit «Ils Fränzlis da Tschlin» lassen Janett und seine Mitmusiker vor allem Lieder und Tänze aus dem Unterengadin des 19. Jahrhunderts neu erklingen, orientiert am Repertoire des Tanzgeigers Fränzli Waser, das in kammermusikalischer Form neu interpretiert wird. Sein kompositorisches Schaffen umfasst bislang rund 25 Werke.